Welcome to my blog! Welcome to Texas!

Hey Leute! Das hier ist mein Blog über mein Jahr in den USA, genauer gesagt Texas. Jeder, der will, kann hier mitlesen, was bei mir hier drüben alles so passiert.
Ob nun Familie, Freunde oder andere Interessierte (vielleicht "future exchange students"?), ich freue mich über jeden click und vor allem über viele Kommentare!
Niemand, der es nicht mal selber gemacht hat, versteht was es heißt ein Austauschschüler zu sein, aber das hier ist mein Kopf, meine Gefühle, meine Erlebnisse, also kommt es dem vermutlich sehr nahe :D
Von daher -> Habt viel Spaß beim lesen!


Sonntag, 10. November 2013

State und das Leben danach

Ein gelber Schulbus, Hundetatzen auf dem Boden, ca. 50 Namen daneben. Schüler laufen aufgeregt durch die Gegend und drücken sich alle einmal ganz fest. Alle posieren und schauen in die Sonne während Eltern fleißig Fotos machen.



Eeeendlich haben sie es geschafft und alle steigen in den Bus. Die Stimmung ist unbeschreiblich und alle freuen sich furchtbar auf das bevorstehende Ereignis. Als der Bus das Schulgelände verlässt und die Feuerwehr mit aufgedrehter Sirene eine Runde durch den Ort fährt um die Band zu verabschieden wird es allen plötzlich klar: es geht genau dahin wo alle hinwollten: State in San Antonio!
Die Busfahrt dauert eeeewig und weil es ein Schulbus ist ist es auch furchtbar ungemütlich. Schüler liegen auf dem Boden und wenn man nach vorne zu den Getränken will muss man über die Bänke klettern um niemanden zu verletzen.

Aber letztenlich kommt man dann doch iwann an. Wenn auch spät aber die letzte Probe mitten auf dem Weg durfte ja auch nicht ausfallen.
Nachdem wir von unseren Lehrern in unser Zimmer getapt wurden, schlafen alle viel zu kurz bevor es am nächsten morgen heißt: aufstehen.
Nach dem Frühstück geht es in eine Mall für Lunch und dann ist es auch schon soweit: ab zum Alamodome! Riiieeeeesig!!!!!!!
um nicht zu sagen furchteinflösend!!!





Dann geht alles in Routine: Ausladen, Uniform anziehen, Instrumente aufbauen, alles sauber machen usw...zum Aufwärmen gehen...ein paar mal durch die Show spielen und dann ist es soweit: wir machen uns auf den Weg zum Tunnel! Der Tunnel über den wir seit drei Monaten sprechen!
Endlich kommen wir an und sofort bekommt man dieses Gefühl. Dieses Gefühl etwas ganz kleines von etwas echt großem zu sein! Die Aufregung steigt und dann heißt es nur noch: Left, left, left right left! left, left, left right left!
Umdrehen, still sein. Ein lautes "Howe" schreien. Das Echo verursacht Gänsehaut.
Dann ein weiter left, left, left right left und ein weiter umdrehen.
"Drummajor Madilyn Ansley, is your band ready?" Breath and Down. Die Show beginnt. Kein einziger Gedanke stört die Konzentration. Marschieren und spielen ist alles was zählt. Dann der letzte Ton und Malletsnachspiel. Alle flattern zu ihren Plätzen und verharren still bis ein einzelnes Bariton erklingt und die Geschichte beendet. Sekunden der Stille bevor der Publikum in jubel ausbricht. Ziel erreicht, schweratmend verlassen wir das Spielfeld und sagen erstmal kein Wort. Es werden Bilder gemacht und dann ist es vorbei.
Ab jetzt zählt nur noch warten, warten auf das Ergebnis. Die Drummajor marschieren auf das Feld und dann ist es soweit. "Die Reihenfolge für die Finals der State Marching Contests ist: blub blub blu..Howe!!!" Kreisch, jubel, heul :D Erste Etappe geschafft :D
Tjaaa und dann geht alles wieder von vorne los: Aufwärmen, Motivationsrede (fang da fast das heulen an), zum Tunnel laufen, warten...marschieren. Zwischendrin Schock weil iwie was schief gegangen ist mit den Mikros. Letzter Ton. Marschieren. Das ist der Moment in dem ich realisiere, was das gerade war. Final Performance. Danach ist Schluss. Nie wieder unsere Show im Contest. Einfach mega glücklich ein Teil davon gewesen zu sein. Was macht man wenn man einfach mal total überwältigt ist von der Situation? Heulen :) ich weiß nciht mal warum, aber irgendwie haben mich auf einmal alle Emotionen der letzten 12 Wochen eingeholt.
Letztendlich lief es dann aber doch wieder auf Warten hinaus :) warten auf Ergebnisse. Und wir können mit uns zufrieden sein: 10. beste Marching Band unter 232 anderen Schulen in Texas. wir gehören zu den besten 5%!!!  Ein Ergebnis mit dem man wohl sehr glücklich sein kann :D

Wie auch immer, ab Mittwoch hat mein Leben dann eine 180 Grad Drehung gemacht. Alles back to normal. Schule, Hausaufgaben, lernen, aber vor allem: Concest Band. Keine marching practice mehr. von jetzt auf gleich zack. wie in einem anderen Leben. Das schlimmste: ich hatte verdammt viel für die Schule aufzuholen und muss auch noch total viel Projekte auf nächste Woche fertig kriegen, da wir ja am ende der sechs Wochen angekommen sind. Schule ist also verdammt stressig und in Band spielen wir jetzt Märsche...schrecklich!!!!!!!!! ich hasse es einfach (ich hoff mal das das jetzt nicht bestimmte Leute ausm Musikverein lesen....), aber immerhinj ist das nur bis Montag und dann kommen normale Konzertstücke :D
So viel hierzu :) Kommt bald der nächste Post über was letzte Woche alles so passiert ist :D

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